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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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die auf allen geschmacklosen Tapeten, oder in denEcken der Landkarten dicke Ströme von Winden aus-blasen. Auch ist für Winde das Beiwort klein nichtschicklich. Ein Wind kann wohl gelinde, milde, sanft,schwach, stark, heftig, u. s. w. seyn, aber nicht füg-lich klein oder groß, welches sich auf körperlichenUmfang beziehet. Freilich mag man wohl öfters imgemeinen Leben von einem kleinen oder großen Winde,von einer kleinen oder großen Hitze, u. s. w. redenhören; allein was hört man nicht Alles im gemeinenLeben? Für pcrsonificirte Winde könnte zwardas Beiwort allenfalls passen; allein dann sind wiederdie lauen Weste unschicklich. Ich verwandelte daherin der 2. A. die kleinen lauen Weste in sanfteSchmeichellüftchen. Allein nicht zu gedenken,daß auch so noch die Phantasie durch das Wort bla-sen aus jene possierliche Personification hingeleitet wird,so ist auch der Name Schmeichellüftchen allzuvollgestopft von Consonanten, um nicht einer reinenund metallenen Sonorität Eintrag zu thun. Auchsetzt es der Diminutiv unter die Würde des Ganzenherab. Besser war es also, die Winde wieder herbeizu holen, diese mit ihren Flügeln wirken, und sie,anstatt der Wohlgerüche, Wohlgefühle, — einWort von neuer Zusammensetzung, von lieblichemKlange, und reichhaltiger Bedeutung, — wehen zulassen. Auf diese Weise gewinnen wir auch ein schö-nes, prachtvolles, der Natur entsprechendes Bild vondem Alles, — Thal und Hügel, das ist Ebenen undAnhöhen, — blau und golden überschwebenden

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