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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
314
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dieses Etwas den schönen Künsten absprechcn, viel we-niger, wie man ihr Geschäft blos um deßwillen sotief unter das Geschäft der ernsten Wissenschaften herab-würdigen könne, weil sie unmittelbar nach einemZiele hinstceben, welches die Wissenschaften ebenfalls, alleinmittelbar und erst durch Umschweife zu erreichen suchen.Wollte man sich anmaßen, zu behaupten, daß tzje Art desWohlscyns, welches die schönen Künste befördern, uner-heblich und entbehrlich sey, o wie leicht ließe sich dieserBorwucf gegen die stattlichsten Wissenschaften erwiedcrn!Wie Vieles von dem, was im Felde der Wissenschaften,von den Entdeckungen am Ringe des Saturns an bis zuden Entdeckungen au einem Milbenfuße herab, gerade amlautesten betrompetet wird, wie Vieles wirkt doch in derThat kein anderes Wohlsepn, als die Befriedigung derNeugierde! Man kann sagen, ein neues schönes Gedicht,ob es gleich, nachdem es nun einmal vorhanden ist, vieleMenschen erfreut, ja, vielleicht an Geist und Herzen ver-edelt, konnte entbehret werden, ohne daß sich die Menschendeswegen schlimmer befanden. Wie? Nicht auch die Ent-deckung eines neuen Nebelsternes? Eines neuen Polypen?Eines bisher unbekannten Umstandes in der Republik Kar-thago? Einer bessern Art, Kohl und Rüben zu ziehen?Doch, es soll hier nicht von Seiten der schönen Künste denWissenschaften entgegen gehadert werden; ich wollte nurahnden lassen, daß Stoff zum Gegenhader vorhanden wäre,wenn dieser Hader überhaupt sich geziemte. Eben der-selbe Schöpfer, welcher die Gans erschaffen hat, diegute und dankenswerthe Gans, die so wohlschmeckendeBraten, so große und inhaltsvolle Eier, so weiche und