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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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es überaus interessant seyn muß, hier gleichsam indas Innerste der Werkstatt eines alten Künstlers ge-führt zu werden, ihn arbeiten zu sehen, und ihn,wenn auch hier und da ein wenig redselig, dennochtraulich, offenherzig und bei guter Laune über seinKunstverfahren sprechen zu hören. Ob aber derglei-chen Jemanden interessiren dürfe, ob cs ihn mehr in-tercssiren müsse, der Zergliederung eines Goldkäfers,als der eines Kehrreimes beizuwohnen, darüber ließesich wieder viel Interessantes sagen, wenn es nicht garzu weit von der Bahn führte. Nur eine einzige Be-merkung sey mir, weil wir doch nun einmal jetzt nichtsWichtigeres treiben, im Vorbeigehen erlaubt. Manruft aus den wissenschaftlichen und gelehrten Feldernsehr häufig, und wie mir daucht, nicht ganz artigund bescheiden, die verachtenden Vorwürfe der Nutzlo-sigkeit, der bloßen Belustigung, u. s. w. in das Ge-biet der ästhetischen Künste, und was ihm angehörigist, herüber. Unter dem Nutzen, worauf man den Hä-hern Werth der so genannten ernsten und nützlichenWissenschaften gründet, kann wohl nicht blos der Um-stand gemeint seyn, daß durch sie gemeiniglich mehr,als durch manche schönen Künste, z. B. die Dichtkunst,zur Lebensnahrung und Nothdurft erworben werdenkönne. Denn sonst müßten die Künste der Sängerund Tänzer, die ihren Besitzern und Besitzerinnen oftfürstliche Reichthümer erwarben, im Werthe allen Wis-senschaften und Künsten voran gehen. Versteht manaber unter dem Nutzen etwas, was auf Wohlseyn derMenschen Bezug hat, so sehe ich nicht ein, wie man