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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
309
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den und Töne bekrieget, welche die Logik und umihretwillen die Grammatik erfordert, wodurch dennein unangenehmer Mangel entsteht, der mehr oderweniger Dunkelheit verursacht. Nach dem Urtheile desOhres entsteht Härte, wenn Ihr den Wörtern ihrewahre und eigenthümliche Quantität raubt, wenn IhrWörter und Töne so wählt und zusammen stellt, daßsie schwer und unangenehm auszusprechen, schwer undunangenehm anzuhören sind. Welche von beiderleiHärten soll nun das heut an sich tragen? Nicht dieHarte des Verstandes; denn der Begriff bleibt in bei-derlei Formen, heute und heut, unverändert ebenderselbe; beiderlei Formen sind gleich verständlich; bei-derlei Formen sind gleich gewöhnlich; weder Logik,noch Grammatik finden auch nur das Mindeste zu er-innern. Hart für den Mund und für das Ohr könntIhr die Töne, aus welchem das heut besteht, ebenso wenig nennen. Denn es fällt Euch nicht ein, dieWörter freut, streut, scheut, erneut, beut undviele andere, die sich auf eben diese oder ähnliche Töneendigen, für hart zu halten."

Wenn die Hyperkritik sich durch Gründe in die Engegetrieben sieht, so pflegt sie dennoch lieber auch nachden schwächsten Vertheidigungswaffen noch zu greifen,als ihre Sache aufzugeben. So auch hier. Man be-rief sich am Ende auf sein widerstrebendes Gefühl,und suchte dies aus der so nahen Zusammenstel-lung beider Formen zu erklären und zu rechtfer-tigen. Im Grunde aber entsprang dieß Gefühl, wennes anders wirklich vorhanden und nicht blos aus Habe-