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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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rechter« vorgegeben war, im Grunde entsprang eswohl daher, daß die Herren sich nun einmal an heutegewöhnt hatten, und nicht bedachten, daß wohl ebenso viele, ja, noch mehrere Hochdeutsche sich dagegenan heut, oder selbst, wie es bei mir der Fall ist,an beiderlei Formen gleich stark gewöhnt haben, undsich selbiger, so wie sich's in einzelnen Fällen am bestenfügt, bedienen.

Jenem angeblichen Gefühle glaubte ich anfänglichnichts weiter entgegensetzen zu können, als mein Ge-gengefühl, welches die Lcseart gut hieß; und so bliebdie Sache vor der Hand wenigstens unentschieden, damein Gefühl sich ohne Grund nicht einer hohem Au-torität anmaßen wollte. Denn ein Grund, aus demmein Gefühl hauptsächlich entsprang, ein Grund, dermir das heut vorzüglich gefällig machte, und den ichunten anführcn will, hatte sich noch nicht logisch beimir entwickelt.

Man fand noch andere Gebrechen an meiner neuenLcseart. Man fand, gegen meine eigene Theorie desWohlklanges, einen fehlerhaften Gleichklang der her-vortönenden Sylbe eut in allen vier sowohl weibli-chen, als männlichen Reimwörtern. Man fand Be-denklichkeiten gegen den plötzlichen Wechsel der Zeitfor-men des Verbi freuen, gefreut, das Präteritum,und freute, das Jmperfect; und nannte diesen Wech-sel, wenn nicht ungrammatisch, doch unstylistisch. Auchdie Auslassung des Hülfsverbi hat, nach gefreut,glaubte man in der Fehlerrcchnung nicht ganz überge-hen zu dürfen.