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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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anstatt schon liebte, und nie liebte, will in derThat wenig sagen. Nur wäre zu wünschen gewesen,daß, da es doch nun einmal schon Einkleidung war,und seyn mußte, der Stoff dazu, seiner Simplicitätunbeschadet, etwas ausgesuchter gewesen wäre. DennLuebe schon kennen, und Liebe nie empfundenhaben, sind doch gar zu gemeine, in allen Romanenund Liebesbriefen zu oft vorkommende Redensarten,deren matte Armseligkeit um so mehr auffällt, da siehier etwas vorstellen zu wollen scheinen. Ich mag in-dessen bei dieser Bemerkung Recht oder Unrecht haben,welches ich gern dahin gestellt seyn lasse, so ist undbleibt doch so viel gewiß, daß in dieser Nachbildungauch nicht ein Schatten von jenem antithetischen Wort-und Gedankenwechsel des Originals vorkommt. DasOhr, welches einen ungezwungenen und gefälligen Ton-wechsel verlanget, wird durch den Gleichklang der bei-den Hälften des ersten und dritten Verses, die sichmit Liebe endigen, durch den so genannten reichen(eigentlich armseligen) Reim in Liebe auf Liebe,und endlich durch den verkürzten Rhythmus in derzweiten und vierten Zeile, der gegen das Ganze sehrübel absticht, merklich beleidigt.

Das rhythmische Ohr Ramlers fühlte den letztenUebelstand, so wie auch ich ihn längst gefühlt, und nurwegen mangelnder Gedankenfülle des Originals, demich möglichst getreu seyn wollte, für unvermeidlich ge-halten hatte. Er stellte daher in der zweiten und vier-ten Zeile den gehörigen Rhythmus wieder her, und lasnun folgender Maßen:

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