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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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der Beschluß des ersten ist Anfang des zweiten miteinerlei Gedanken und Wörtern. Diese Stellung isthöchst charakteristisch, und daher eine Eigenschaft, diewenn mich mein ästhetisches Urtheil nicht gänzlich triegt,fast noch wichtiger ist, als die erste. Eine Verdeut-schung, die von diesem antithetischen Wechselspiele garnichts ausdrückt, mag zwar andere Verdienste haben,aber ein Surrogat im Haupt-Eharaktcr des Originalskann sie nimmermehr seyn. Das Daseyn dieser beidenEigenschaften darf gleichwohl

3. Weder an der grammatischen Richtigkeit undlogischen Klarheit, noch an der poetischen Würde,Eleganz und Kraft des Ausdrucks etwas vermissenlassen.

4. Die Wortstellung muß natürlich, zwangfrei, undwenigstens nach poetischem Sprachgebrauche längst her-gebracht;

5. Die Verse müssen vollkommen prosodisch richtigund fließend, die Reime rein, ungesucht und tonwech-selnd, beide aber möglichst wohlklingend seyn.

Dieser Maßstab ist, wie ich mir schmeichle, richtigund vollständig; gleichwohl hat mir seine Verfertigungnicht zwei Minuten Zeit und Kopfbrechen gekostet.Seht, wohlweisc Herren, so unaussprechlich leicht istes, idealische Maßstäbe zu schnitzeln, mit diesen dieMuscnberge zu durchwandern, und dort Alles abernur, leider! auch sich selbst tief unter den Ansprüchenseiner vermeinten Hoheit zu finden. Versucht es nun,wohlweise Herren, zwei Jahre lang, nur vier kurze Zei-len vollkommen nach diesem Maßstabe zu verfertigen.