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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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matik aushalten, ohne gleichwohl in Ansehung des le-bendigen poetischen Geistes, der den tobten Buchstabenbeleben muß, gerechten Vorwürfen ausgesetzt zu seyn.Daß aber das Gute hier und da nicht noch besser seynkönne, wie dürste ich das zu behaupten mir anmaßen?Denn absolut vollendete Werke irgend einer Art hervor-zu bringen, ist einem endlichen Wesen nirgends ver-liehen, und der, welcher sie verlanget, weiß, auf dasgelindeste gesprochen, selbst nicht, was er will. Auchso, wie das Werk nunmehr beschaffen ist, darf ich eswohl in dem Tempel der Deutschen Musen aufstellen,ohne mich und das Vaterland zu entehren. Nun zurnähern Rechenschaft über die neuesten Veränderungen.

Der Kehrreim *) hat mir, ohne die mindeste Ueber-treibung gesprochen, mehr Mühe, als das ganze Ge-dicht gekostet; und dennoch darf ich es nicht wagen,

Nolruiii. Gefällt diese Verdeutschung nicht, so sindhier noch einige andere: Kchrsatz, Kehrum, Wieder-

reim, Wiedersatz, Wenderetm, Wendesatz. Wennleichte Verständlichkeit, auch ohne hinzugefügte Erklärung, einHauptverdicnst eines neu geprägten Wortes ist, so dürste dasoben gewählte den Vorzug haben, wiewohl man einwendenkann, daß ein Refrain, wie hier, auch aus mchrcrn Versenund Reimen, daß er aus einem oder mehrern reimlosen Versen,ja, sogar aus schlichter Prose, bestehen könne; ferner, daß derKehrreim so leicht an die gemeine Sprechart erinnere,welche ein ganzes Gedicht oft einen Reim nennt. Solltendie letzten Gründe jenen ersten überwiegen, so könnten wohl