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sicht aus eine Lob- und Ehrenmusik mit Trompetenund Pauken und ein dreimaliges Lebehoch der Recen-senten, sondern der Wunsch, mir selbst und andernFreunden des Richtigen und Schönen einen reinern
trefflichen und vollendeten Dichterwerke unserer Zeit nicht ineinem so kurzen Zeiträume ungenießbar werden können, als esdie Opitzischen geworden sind. Vollkommene Gedanken undBilder reisten auch den Sprachausdruck, ohne welchen sie nichtbestehen können, wenn nicht in die Ewigkeit, jedoch durch langeJahrhunderte mit sich fort.
Noch Eins will ich den Auserwählten Apollons wohlmeinendrathen: daß sie auch ihre schönsten, reichsten und erhabenstenIdeen zwar in eine richtige, reine, edle und wohlklingende,aber doch dabei so viel, als möglich, allgemeine, gangbare,mehr lebendige Mund- als convcntionclle Büchersprache kleiden;in eine Sprache, die am wenigsten rauscht, prunkt, schimmertund auffällt. Ich habe dies, leider! nicht immer gethan undauch nicht thnn können, weil Vers und Reim bisweilen nichtzulasten, was man wohl hätte leisten mögen. Dafür haben miraber auch die nachahmenden Lyrumlarumleyermätze von je hersehr übele Dienste erwiesen. Denn diese greifen nach nichtseher, als nach dem Auffallenden der äußer» Schale, um denKern ewig unbekümmert. — Wenn man das, was ich hierrathe, so viel, als möglich, leistet, so wird ein solches Gedichtzwar nicht so hoch und laut bejubelt werden, weil es trotz sei-ner materiellen Vortrefflichkeit, ähnlich einer Jphigenia vonGöthe, in seiner Form so schlicht und anspruchlos ist; alleincs wird dem heimlich reichen Manne im einfachen Kleide glei-chen, vor welchem zwar nicht so viele Hüte gezogen werden,als vor dem Prahler, welcher aber auch eben daher weit min-der der Gefahr ausgcsetzt ist, so leicht bestohlen, so häufig be-schmarotzt, und um Geldleihcn von Solchen angegangen znwerden, die dergleichen nicht anzulegen verstehen. Möchte diesdoch der Fall mit meiner Nachtfeier sehn!