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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
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der Wörter und Redensarten, die das Ohr, nicht aberden Verstand füllen, der Phantasie ein gestaltlosesdurch einander fließendes blaues Dunstwerk vorgaukeln,das, wenn man auch mehr, als drei Mal darnach aus-greist, dennoch die Hand leer laßt,

lovidus ventis, voluvriyue simillims somuo.In keinem einzigen Zweige der Literatur ist dies sohäufig der Fall, als in dem ästhetischen, und längstist mir daher diese phantastische Philosophie, worin dasVerständliche selten neu, und das Neue selten verständ-lich ist, zum wahren Ekel geworden. Doch, es istZeit, daß ich mich zu meinem Geschäfte wende.

Die Nachtfeier der Venus ist mein erstes Gedicht;das erste nämlich von denjenigen, die durch den Druckbekannt geworden sind. Ich habe zwar schon weitfrüher Lieder gedichtet, allein niemals eins für werthachten können, dem Publicum vorgezeigt zu werden.Keins meiner Gedichte hat von seinem ersten Ent-stehen an, bis zu seiner nunmehrigen Vollendung, sogroße und mannigfaltige Veränderungen erlitten, alsdieses; obgleich das bekannte dem Catull zugeschrie-bene Römische Original demselben zum Grunde liegt,dessen wüstes, verworrenes, dunkeles, chaotisches We-sen jedoch jeden Bearbeiter zu einer neuen Gestaltungauffordert. Die erste rohe Gestalt, in welcher es ausmeinen Händen hervorging, hat mit der gegenwärtigen,so wie mit dem Originale, kaum etwas mehr, als dieUeberschrift gemein. Jene verwandelte sich indessenschon vor dem ersten Abdrucke so weit in eine bessere