Consonanten sind in männlichen sowohl, als weiblichenWörtern wohlklingend. Z. B. gab, Bad, klar, em-por, Natur, Stier, Gabe, Gnade, ziere,geboren, Fluren, Stamm, Lamm, Flamme,Kette, Affe u. s. w. Von gleichem, ja vielleichtnoch vorzüglicherem Wohlklange sind auch die Wörter,in denen die flüssigen Consonanten l, m, n, r sich vorandere stellen, weil sie sich mit dem folgenden sehr leichtvermählen, und dem Worte noch mehr Metall-Klanggeben. Z. B.Wald, Gestalten, stammte, Falbe,Stunde, warb, Garben, Sturme. Wenn dieflüssigen unter einander selbst sich gatten, so entstehendadurch die schönsten, tönendsten Reime; z. B. Halme,Palme; lerne,ferne; Zorne,Dorne; Harme,erbarme, u. s. w. Solche Wörter hingegen, indenen mehre sehr heterogene harte Consonanten zusam-men stoßen, die weder leicht und angenehm auszuspre-chen , noch auch anzuhören sind, können nicht für wohl-klingend geachtet werden. Z. B. schöpfte, schröpfte;ächzen, krächzen; horcht, borgt; klopft,stopft; schärft, werft; nichts, Gesichts;kürzt, schürzt, u. s. w. Solche entfernen sich zuweit von dem reinen Metall-Tone. Der Vocal wirddurch die Menge der über ihn her stürzenden Consonan-ten erstickt:
Klagestimmen versinken also, wann bebend die Erde
Städt' einstürzt, und der Staub der gestürzten genHimmel empor steigt.
Daher sind auch die gedehnten Vocale vor einfachenConsonanten in der letzten männlichen Endsylbe so wie