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alten oder neuen, einheimischen oder fremden Dichter,der das so recht getroffen hätte, untergelegt
zu sehen. Mit Vergnügen biete ich zu dieser Ausfüh-rung meine Academie der schönen Redekünstean. Denn da ich ohnehin schon so sehr mit Wundenbedeckt bin, so mag der zürnende Kunstgenius nur vol-lends, sogar aus eigenem Grund und Boden, michzum Leos -iomo machen, wenn ich wirklich und über-all, auch in dem gelungensten meiner Products, michso schwer an der Kunst des Schönen versündigt habe,als es aus dieser Recension das Ansehn gewinnet.
Ich übrigens, wenn ich einmal Beruf und Muthgenug in mir gefühlt hätte, einem alten Günstlingedes Publicums so, wie der Verfasser mir, mitzuspielen,ich — ja, ich würde auch Tapferkeit genug besitzen,mein Visir aufzuziehen, wenn ich darum gebeten würde»Wohlan denn! Gestrenge und vermuthlich eben sotapfere Maske, ich bitte dich, wer bist du? Ich fragenicht deßwegen, um nur meine und des Publicumseitle Neugier zu befriedigen. Auch dürste ich nicht etwanach vergeltender Rache an dem Beurtheiler und seinenvermuthlich ebenfalls, wenn auch nur wie der große,der göttliche Achill an der Ferse, verwundbaren undsterblichen Geisteskindern. Denn vielleicht hat er, wieMacbeth, keine Kinder. — Vielleicht, sag' ich?Nein, er hat zuverlässig keine! Er ist kein Künst-ler, er ist ein Metaphysikus. Kein ausübender Meistererträumt sich so nichtige Phantome, als idealisirte Em-pfindungen sind. Hätte er aber dennoch wider allenmeinen Glauben jemals ein Kind mit einer Muse