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sondern idealisirte, das ist, keines sterblichenMenschen Empfindungen — Abstraktionen — mandenke! — Abstraktionen von Empfindungen müßtenjene Gedichte enthalten, wenn sie etwas werth seynsollten. — O Petrarca, Petrarca, der du eigen-thümlicher, als je Einer, sangest, was du eigen-thümlicher, als je Einer, für deine Laura empfan-dest, Sonne der lyrischen Dichtkunst, die du Jahrhun-derte durchstrahltest, wo bleibst du nun vor dem hohemGlanze dieses ätherischen Kunstgeistes? — Bei demallen findet es der tiefsinnige Richter seiner Theorienicht widersprechend, wenn er behauptet, daß alles,was der Dichter uns geben könne, nur seine
Individualität sey.-
Solche und noch mehr ähnliche Merkwürdigkeitensind mir und unstreitig dem ganzen ästhetischen Publi-cum zu — merkwürdig, als daß ich nicht von einersonst immer beobachteten Weise abgehen sollte. Nochverlor ich in meinem ganzen Leben auch nicht daskleinste gedruckte Wort über irgend eine Recension mei-ner Werke. Aber bei dieser muß es mir selbst vondem stolzesten und edelsten Taciturn gutgeheißen wer-den, wenn ich den Verfasser laut und dringend auf-fordere, uns seine unbegreifliche Weisheit irgendwoausführlicher, als hier geschehen konnte, mitzutheilen,und so eine Menge Widersprüche aufzulösen, mit denenwir andere durchaus nicht fertig werden können, Be-sonders wünschte ich dem Begriffe einer idealisirtenEmpfindung, diesem nur eine ein-
zige interessante Anschauung aus irgend einem
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