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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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werden, dafür segnen, daß ich ihnen die Reue übernoch unvollkommene zu früh bekannt gemachte Versucheerspart habe. Daß sie aber jetzt der Vollendung sonahe noch nicht sind, als sich gebürt, das darf siekeinesweges kränken. Denn so gewiß, als Achil mitder Heldenstärke, die den Hektor überwand, aus Mut-terleibe nicht hervorging, sondern eine Zeit war, dader gewaltige Achil, mit seiner ganzen Kraft, nicht denkleinsten Finger seiner Amme regen konnte: eben so ge-wiß erlebten Homer und Ossian eine Zeit, da derarmseligste Kritler sie der Mittelmäßigkeit, oder gardes Schofels mit Recht beschuldigt hätte. Alles Dingaus Erden hat auf der Stufe der Kindheit gestanden,so auch alle die größten Dichter: ob du schon ihreWiege und Windeln, die nachher bei Seite geräumtsind, nie gesehn hast.

Warum ich aber Stücke, deren Mangel an Güte,Vortrefflichkeit und Vollendung ich entweder ahnde,oder deutlich erkenne, ausgenommen habe? Werfragt das? Fragt es ein Kunstrichter, so soll er wissen,daß wohl noch kein Sammler dieser Blumenlese sich ingrößerm Gedränge und Mangel an guten vollendetenStücken befunden habe, als ich Armer. Die Bogenmußten voll werden. Indessen sollte ich doch, trotzdem! ohnvorgreiflich denken, daß der leckerhafteste poe-tische Wohllüstling an mehr als einem Orte Weidefinden würde. Wer wollte aber wohl ein so unbilligerunausstehlich leckerhafter Vielsras und Vielsof seyn undüberall indianische Vogelnester, Austern, und Schild-krötenpasteten, überall Tockaier, Champagner und