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selbst bin, so würden sie einem so schwachen Führer sichnicht anvertrauen.
Es ist überhaupt ein sehr mißliches Unternehmenfremde Eigenheiten nachzuahmen. Demjenigen, bestenEigenheiten es sind, pflegen sie gemeiniglich so innignatürlich und geläufig zu seyn, daß er sie selbst nichteher an sich gewahr wird, als bis ihn ein Dritter auf-merksam darauf macht. Eben daher aber, und weilsie so ganz zu seiner übrigen Jnvidualitat passen, klei-den sie auch nur ihren Eigenthümer entweder gut, oderdoch wenigstens erträglich, den Nachahmer hingegen oftunausstehlich. Nachahmer fremder Manieren kommenmir immer nicht anders vor, als Kosacken oder Bettler.Sie stecken sich in geraubte oder erbettelte Kleider, wo-von ihnen selten ein Stück völlig gerecht scpn wird.
Sind denn nun aber alle guten und bösen Worte,jedem Originale seine Weise für sich zu lassen, verge-bens; ist alles Bitten und Flehen umsonst, ihm denvielleicht sonst zu seinem und des Publikums Bestennoch lange fortblühenden Handel nicht vor der Zeitdurch tagtägliche Nachäffereien zu Grunde zu richten,indem man ja, auch der besten Töne auf dem bestenInstrument endlich überdrüssig werden muß, wenn ihrerWiederholungen gar kein Ende ist *); soll und muß
Ich erinnere mich, daß mir in meinen Schuljahren dieFlöte, die doch ein so lieblich tönendes Instrument ist, auf langeZeit dadurch verleidet wurde, daß eine Menge meiner Mitschülerzur Linken und Rechten, über und unter, hinter nnd vor mir, dieFlöte blasen lernten, und Tag für Tag mir die Ohren darauf volldudelten.