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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
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ich allerdings, daß der ehrwürdige Richter nicht michselbst mit Verdruß und Unwillen ansehen wolle, wennich das Gefühl des Schönen und Guten wider meinenWillen irgend wo beleidigt haben sollte. Der Wunsch,meinem Vaterlande in diesem Zweige der Literatur,sey er nun viel, oder wenig werth, keine Schandezu machen, ja, wo möglich, es dahin zu bringen, daßdie Edeln sich meiner ein wenig freuen dürsten, dieserWunsch wird erst mit meinem Leben erkalten. Vonihm beseelt, werde ich, wenn diese Sammlung nunnoch eine rechtmäßige Auflage erleben sollte, der Ersteund Eifrigste seyn, in das Grab der Vernichtung undVergessenheit hinab zu treten, Alles, was DeutschenGeist und Geschmack vor Gegenwart und Zukunft ent-ehren könnte.

Herzlich bitte ich indessen den guten Genius unsererLiteratur wegen mancher bösen Nachahmung um Ver-zeihung, wozu ich durch mein Beispiel, so wohl vor-hin, als vielleicht jetzt abermals, den Unmündigen vor-geleuchtet haben mag. Ich will mich nicht damit ent-schuldigen, daß dieses auch oft durch gute und untadel-hafte Beispiele geschehen könne, wenn es dem Nach-ahmer an Beurtheilungkraft und Geschmack mangelt.Wohl aber will ich diejenigen, die etwa allzu sehr vonmeiner Weise eingenommen seyn möchten, aufrichtigvor mir selbst gewarnet haben, damit ich künftig nurfür meine eigenen, nicht aber auch für fremde Ver-gehungen zu büßen haben möge. Wenn diejenigen,welche so zuversichtlich meinem Ansehen folgen zu kön-nen glauben, wüßten, wie ängstlich und verzagt ich oft