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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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eurer Unart hinterlassen zu haben, meint, ihr hattetihm großes Recht widerfahren lassen, wenn ihr ihnwegen seiner abentheuerlichen Zauber- und Gespenster-Scenen mit der Barbarei seines Zeitalters höchstensentschuldiget habet. In einem Zeitalter, sagt ihr, daGelehrte und Ungelehrte, Vornehme und Niedere anHexen, Gespenster und ihre Alfanzereien, wie an einEvangelium, glaubten, waren diese Vorstellungen ernst-haft und erhaben, und erschütterten, wie Religion, dasHerz; aber in unserm erleuchteten philosophischen Jahr-hunderte sind sie abgeschmackt, und dienen mehr zumLachen, als zum Schrecken. Sonderbar! Da doch ihrnämlichen Herren den Zeus, die Juno, den Mercur,die Venus, den Amor, den Apoll, die Musen, dieMinerva mit allen ihren Schulfüchsereien in andernGedichten herumspuken lasset, ohne nur ein Wort da-gegen einzuwenden.

Mein freundlichgeliebter Herr Detter Daniel Säu-berlich *) nimmt das Ding gar von einer sehr ernst-haften und religiösen Seite, und meinet, daß die poeti-tische Bearbeitung der Hexen- und Gespenstcr-Geschichteden leidigen Aber- und Köhlerglauben wieder auf denThron helfen würde. Sollte dies eine natürliche Folgedavon seyn, so wunderts mich sehr, daß in Berlin dasHeidenthum noch nicht wieder in Schwang gekom-men ist.

S. die Vorrede zu Nicolais Feyncm kleynen Alma-nach. Berlin 1777.