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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Hab' ich zwar schon mündlich diesen Wunsch meinenFreunden geäußert, und gesagt, er sollte weiter fortge-pflanzt, und irgend Wer veranlaßt werden, ihn aus-zusühren. Allein bisher noch vergebens! Unter unsernBauern, Hirten, Jägern, Bergleuten, Handwerksbur-schen, Kesselführern, Hecheltrngern, Bothsknechten, Fuhr-leuten, Trutscheln, Tyrolern, und Tyrolerinnen cur-sirct wirklich eine erstaunliche Menge von Liedern, wor-unter nicht leicht eins seyn wird, woraus der Dichtersür's Volk nicht wenigstens etwas lernen könnte. Manchedavon, so ich gehört, hatten im Ganzen, viele in ein-zelnen Stellen wahres poetisches Verdienst. Ein Glei-ches versprech' ich mir von weit mehrern, so ich nichtgehört habe. So eine Sammlung von einem Kunst-verständigen, mit Anmerkungen versehen! Waswollt' ich nicht dafür geben! Zur Nachahmung imGanzen und gemeinen Lectüre wäre sie freilich nicht;aber für die Kunst, für die einsichtsvolle Kunst würdesie eine reiche Fundgrube seyn. Nur die Poetenknabenmüßten vor allen Andern ihre, Alles betappenden Fäustedavon lassen, oder mit dem güldenen Plectrum einsdrauf haben.

1!I. Zur Beherzigung an die Philosophunculos *).

Ihr weisen ästhetischen Fliegen, die ihr auf Shak-speares göttliche Stirn euch setzet, euern Rüssel putzet,und nie wieder wegflieget, ohne ein kleines Denkmahl

°) Aus der Handschrift.

IS*