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verlanget nicht, daß wir Vielen, die wir auf Erdenwohnen, zu euch Wenigen hinauf klimmen sollen.
Daß Volks-Poesie bisher vernachlässigt, daß Bal-lade und Romanze schier verächtlich und poetischesSpielwerk worden, daran sind wohl hauptsächlich mitdie nackigen Poetenknaben Schuld, die sich cinbilden,sie könnten auch wohl Balladen und Romanzen machen,und diese Dichtart gleichsam für das poetische Abc Hal-len. Da nehmen sie das erste das beste Histörchen,ohne allen Endzweck und alles Interesse, leiern es inlangweiligen, gottcsjämmcrlichcn Strophen, hier undda mit alten Wörtchen und Phrasen läppisch durch-spickt, auf eine drollig seyn sollende Art, mit allenunerheblichen Ncbenumständen des Histörchens, vonKopf bis zu Schwanz herab, und schreiben darüber:Ballade, Romanze. Da regt sich kein Leben! KeinOdem! Da ist kein glücklicher Wurf! Kein kühnerSprung, so wenig der Bilder, als Empfindungen!Nirgends etwas Aufrührendcs, so wenig für den Kopf,als für's Herz! — O, ihr guten Poetenknabcn, nehmt'svon nun an zu Ohren und Herzen, daß Volks-Poesie,eben deßwegcn, weil sie das lVon plu8 ultra der Kunstist, die allerschwerstc sey. Laßt uns nicht ferner durchdas: I7t 8ibi c)uivl8 8peret ickorn, verführen, umdie sprödeste aller Musen zu buhlen!
Ich hemme meine Herzensergießung mit dem Wun-sche, daß doch endlich ein Deutscher Percy aufstehen,die Ueberbleibsel unserer alten Volkslieder sammeln,und dabei die Geheimnisse dieser magischen Kunstmehr, als bisher geschehen, ausdecken möge. Öfters