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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
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seyn, poetisch mich erbauet hätte. Gar herrlich, undschier ganz allein laßt sich hieraus der Vortrag derBallade und Romanze, oder der lyrischen und episch-lyrischen Dichtart denn Beides ist eins! und allesLyrische und Epischlyrische sollte Ballade oder Volksliedseyn! gar herrlich, sag' ich, läßt er sich hierauserlernen.

Freilich kommt mir hier wieder die so genanntehöhere Lyrik, die unter dieser Gattung nicht stehenwill, und sich wohl recht was dünkt, quer in den Weggelaufen. Ich kenne Werke von dieser hohem lyrischenGattung, die bei alle dem sehr volksmäßig sind. Jene,die nicht für's Volk ist, mag hinlaufen, wohin sie will.Mag sie doch für Götter und Göttersöhne den erhaben-sten Werth haben! Für das irdische Geschlecht hat sienicht mehr, als der letzte Fixstern, besten Licht austiefer dunkler Ferne zu uns her flimmert. Dies Ur-theil würde ich aussprechen, wenn sich auch selbst einsolcher Göttcrsohn wäre, denn es ist mir hier mehrfür's liebe Menschcnvolk, als für Götter und Götter-söhne zu thun.

Durch Popularität, mein ich, soll die Poesie daswieder werden, wozu sie Gott erschaffen, und in dieSeelen der Auserwählten gelegt hat. Lebendiger Odem,der über aller Menschen Herzen und Sinnen hinwcht!Odem Gottes, der vom Schlaf und Tod' aufweckt!Die Blinden sehend, die Tauben hörend, die Lahmengehend und die Aussätzigen rein macht! Und das Alleszum Heil und Frommen des Menschengeschlechts indiesem Jammerthale!