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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Lar, wie der liebe Gott und die heiligen Engel em-pfinden. Hieran, ihr Deutschen Dichter, nicht aber andem kalten und trägen Publicum, wie ihr falsch wäh-net, liegt es, daß eure Gedichte nicht durch das ganzeVolk gang' und gebe sind.

Diesem Unheil abzuhelfen, ist freilich kein kräftige-res Mittel, als, das so oft beschrieene und citirte, aberso selten gelesene Buch der Natur zu empfehlenMan lerne das Volk im Ganzen kennen, man erkun-dige seine Phantasie und Fühlbarkeit, um jene mitgehörigen Bildern zu füllen, und für diese das rechteEaliber zu treffen. Alsdann den Zaubcrstab des natür-lichen Epos gezückt! Das Alles in Gewimmel undAufruhr gesetzt! Vor den Augen der Phantasie vor-beigejagt! Und die güldenen Pfeile abgeschoffen! Traun,dann soll's anders gehen, als es bisher gegangen ist.Wer's dahin bringt, dem verspreche ich, daß sein Ge-sang den verfeinerten Weisen eben so sehr, als denrohen Bewohner des Waldes, die Dame am Putztische,wie die Tochter der Natur hinter dem Spinnrockenund auf der Bleiche, entzücken werde. Dies scy dasrechte Non plus ultra aller Poesie.

Hier, däucht mir', seh' ich manche Vers- und Theo-reien-Macher mit weiser Miene mir entgegen lächeln.Sie wollen sagen: Daß doch nicht alle Gegenstände,sonderlich die Belustigungen des Verstandes und Witzes,so allgemein verständlich und behaglich sich behandelnließen. Mir däucht, das liebwertheste Lehrgedicht, dasEpigramm und manche andere ihres Gelichters, diein den poetischen Theoreicn auch ihr Stühlchen haben,

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