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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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durch zünftig zu ftyn. Es bleibt meistens todtes Capi-tal. Und wie kann auch Münze curstren, die oft garkeinen innerlichen Werth hat, und deren Geprägelangst aus der Mode gekommen ist?

Dies möchte meinetwegen überall so seinen altenGang hingehen, nur nicht in der Poeterei. DieDeutsche Muse sollte billig nicht auf gelehrte Reisengehen, sondern ihren Natur-Katechismus zu Hause aus-wendig lernen. Wo steht aber im Deutschen Natur-Katechismus geschrieben, daß sie fremde Phantasieenund Empfindungen einholen, oder ihre eigene infremde Mummerei hüllen solle? Wo steht's geschrie-ben, daß sie keine Deutsche Menschensprache, sondernvel HULsi eine Göttersprache stammeln soll? Göt-tersprache? Daß es dem lieben Gott erbarme!Diese Göttersprache, die viele unserer Musensäuglingelallen wollen, ist oft nichts anders, als rauhes Löwen-und Stiergebrüll, Roßwiehern, Wolfsgeheul, Hundege-bcll und Gänsegeschnatter. Anstatt den Strom desGesangs vom mähligen Abhange, mit distinctem, ver-nehmbaren Wohlgetön dahin strömen zu lassen, stelltman sich auf eine schroffe Felsenspitze, wirst, untergräßlichen Verzuckungen, den Kops in den Nacken,verdreht die Augen, und stürzt sein Krüglein, mit un-vernehmlichem, verwirrenden Geräusche, hurlpurl hinab,und am Ende ist's doch wohl nicht so viel, daß eineMücke sich daraus satt trinken kann.

Man will keine menschlichen, sondern himmlischeScenen mahlen; nicht wie seines gleichen, sondern wieVölker anderer Zeiten, anderer Zonen; man will oft