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vor Zeiten unter den Hirten Arkadiens that? Solltensie nicht ihre Strahlcngcwänder, bei deren Anblick sooft das irdische Auge erblindet, droben lassen, und dieNatur der Menschen anziehen? Unter den Menschen-kindern, sowohl in Pallästcn, als Hütten, ein- undausgehcn, und gleich verständlich, gleich unterhaltendfür das Menschengeschlecht im Ganzen dichten? Dassollten sie freilich! Aber wie wenig noch haben's dieDeutschen Musen gethan!
Unsere Nation hat den leidigen Ruhm, — nichtgerade die Weise, — sondern die gelahrte zu heißen.Der Ruhm möchte ganz schäzbar scyn, wenn's nurnicht gar zu viel Quisquilien-Gelahrtheit Ware. DieserQuisquilien-Gelahrtheit haben wir's guten Theils zuverdanken, daß bei uns die Poesie des allgemeinenEingangs in Ohren und Herzen sich nicht rühmenkann, den sie bei mancher andern Nation schon fand,weil wir so hoch und tief gelahrt sind, daß wir schieraller Völker Sprachen reden können, ihre Handlungen,Sitten und Gebräuche, all ihre Weißheit und Thorheitauswendig wissen, in ihren Feldern und Wäldern,Städten und Dörfern, Tempeln und Pallästen, Häu-sern und Ställen, in ihren Küchen, Kellern, Bodenund Zimmern, in Garderoben, Kisten und Kasten, undder Himmel weiß, wo alle noch sonst? bekannt undbewandert sind. So sind wir auch in unscrm Dichtenund Trachten, Reden und Thun so fremd und aus-ländisch, daß der Ungelehrte unserer Landsleute seltenklug aus uns werden kann. Das Schlimmste ist, daßwir das Alles lernen, blos, um cs zu wissen und da-