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Gesetzt den Fall, daß er's zuvor mir thut.
Denn, wie cs scheint, ist er ein guter Knabe.
Man findet das sehr oft bei Dichtergabe.
20 .
Ich kann ja auch, so gut wie bei den AltenMit Dichtern oft der größte Fürst gethan,
Mit dem Bellin vertraute Freundschaft halten.
Denn bringt Hans Quast gleich Manches auf die Bahn,Wie sie wohl oft in Puncto Puncti schalten,
So ist doch das meist nur Gewäsch und Wahn.
Gras't doch Hans Quast wohl mehr auf dieser Weide,Wer zeichnet ihn drum gleich mit schwarzer Kreide?21 .
Man krittle mir den Dichter wie man wolle,
Sein Pindusborn setzt doch ein edles Blut.
Die Menschenpflicht kürzt er an ihrem ZolleWohl nie so arg, als sein Verächter thut.
Er achtet mehr in seiner Lebensrolle,
Denn andres Volk, auf Wahr, auf Schön und Gut.Im Ganzen, traun! erscheint an DichterhändenWeit minder Schmutz, als in den andern Ständen.
22 .
Es herrscht gewiß durch alle FacultätenDer Lehr- Wehr- Nähr- und Zehrbeflissenheit,
Von nichts empor bis zu den höchsten RächenViel Schurkerei und Niederträchtigkeit.
Nie fernte noch die Kaste der PoetenVon Redlichkeit und Hochsinn sich so weit.
Wie oft hat dort der Henker holen muffen!
Von Dichtern wird man selten so was wissen.
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