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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
Seite
162
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Doch hagelt' es nun Fragen über Fragen,

Wenn gleich Faustin die Antwort langst beschwur.

Man schloß zuletzt, dem Junker anzutragen:

Auf! Stelle mir dies Wunder der Natur!

Ich will, ich muß es sehn mit eignen Augen,

Ob recht zu sehn die deinigen wohl taugen."

17 .

Es dürfte wohl nicht wenig Künste kosten,

Versetzte Faustin, ihn hier am Hof zu sehn.

Er hockt zu Rom gern zwischen seinen Pfosten,

Und sehnt sich kaum hinaus vor's Thor zu gehn.

Auch fragt er nichts nach hohen Ehrenposten,

Nach Macht und Gold. Er dünkt sich wohl versöhn.Denn ihm genügt sein väterliches Erbe.

Die Poesie ist einzig sein Gewerbe.

18 .

Auch hat er sich mit einer Frau behängen,

Nach Dichterart, aus bloßem Liebestrieb.

Dies Weibchen hält ihm Herz und Sinn gefangen.

So hat auch sie ihn wie ihr Leben lieb.

Geht er nur aus, hilf Gott, was für ein Bangen!

Als drohte schon Hans Knöchlers Sensenhieb.

So nisten sie zusammen, wie zwei Tauben;

Nur Noch und Tod kann Eins dem Andern rauben."

19 .

Ich muß ihn sehn, den reizenden Poeten,

Und kostet es mein bestes Kammergut.

Denn neben ihn, so schön er ist, zu treten,

Fühl' ich in mir noch immer guten Muth.

Auch soll mich just die Eifersucht nicht tödten,