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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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13 .

Nun war bei ihm ein Schranz sehr wohl gelitten,Fausiin genannt, ein Edelmann aus Rom.

Bor dem ergoß sich mehr, als jedem Dritten,

In Scherz und Ernst des Eigenlobes Strom.

Doch ward der Satz auch dann und wann bestritten,Als sey er gar der Schönheit Mcedom.

Gemeiniglich stand Astolph dann im Glauben,

Als wollt' ihn nur Faustin ein wenig schrauben.

14 .

„Nein, sag' im Ernst, gibt's wohl in allen Reichen,Begann er einst, was Schoners außer mir?" —„Herr, sprach Faustin, im ganzen Ernst, es gleichenEuch wenige der schönsten Männer hier.

Nur Einen gibt's, dem möchtet ihr wohl weichen.

So wenigstens erscheint die Sache mir.

Zwar kann ich euch nicht eure Zweifel wehren,

Doch wollt' ich wohl mein Credo laut beschwören." —>

15 .

„Das nenn' ich stark! Erwiederte der König.

Wie hieße denn der überschöne Mann?" —

Hierbei verzog er Nas' und Mund ein wenig,

Als zweifelt' er nicht ohne Spott daran.

Allein Faustin versichert' unterthänig,

Sein eigner Bruder sey der Wundcrmann.

„Ha! solltet ihr Bellincn einmal sehen,

Ihr würdet selbst den Preis ihm zugestehen."

16 .

Der König fand zwar eben kein BehagenAn diesem Ha, das dem Faustin entfuhr.

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