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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Ich bin daran unschuldig, wie ein Kind.

Der erste Schalk, bei welchem wir es lesen,

Ist, glaub' ich, gar ein Erzbischof gewesen.

10 .

Es waltete vor vielen hundert JahrenEin König auf dem Thron der Lombardei;

Der schönste Herr vom Zeh bis zu den Haaren.Ich würde nichts zu Astolphs KonterfreiIn Lebensgröß' an schönen Versen sparen,

Hielt ich nur mehr auf Sylbcnpinselei.

Doch, daß ich euch mit Einem Wink belehre,Denkt den Apoll in Villa Belvedere.

11.

Ihr rathet leicht, daß dieser holden GabeEr selber wohl am wenigsten vergaß.

So viel er auch an königlicher Habe,

An Land und Volk und Macht voraus besaß,

So hieß es doch, daß er nach diesem StabeWeit minder sich mit seinem Nächsten maß.Kaum fragt' er was nach jeder andern Ehre,Wenn es nur hieß, daß er der Schönste wäre.12 .

Begreiflich macht Liebhaberei, wie diese,

Daß seinem Schloß an Spiegeln nichts gebrach.Selbst auf der Jagd lief er in Hain und WieseDer Quellen und der Bäche Spiegeln nach.

Er fühlte nicht das Starke der Sottise,

Daß er so oft vom schönen Ich nur sprach.

Früh vom Lever, bis spat die Lichter loschen,Ward Tag für Tag dies Thema durchgedroschen.