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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Du liebe Zeit! Mm kann zu so was kommen,

Ganz ohne Schuld, man weiß nicht wie geschwind.

Die zu erbaun Hab' ich mir vorgenommen,

Und bin daher im Grunde gut gesinnt.

Ost kollert drob sich Mancher halb von Sinnen.

Den möcht' ich wohl der Ruh' zurück gewinnen.

7.

Ihr guten Herrn, an deren VordergiebelDies Hauslauch wächst, ein ehrlicher PoetVersichert euch, daß überall dies Uebel,

Mehr als ihr wißt und glaubt, im Schwange geht,Daß nicht Physik, nicht Ethik, Codex, BibelPräservativ und Heilungsmittel räth.

Nur gutes Glück und wackrer Weiber Gnade,

Sonst schützt euch nichts vor dieser Stirn-Parade.

8.

Und weil es denn nun einmal so auf ErdenVom Anfang war, tagtäglich so noch ist,

Und schwerlich auch je anders dürste werden,

So lang' ein Wolf gern fette Lämmer frißt,

So müßt ihr euch nicht kollcrtoll geberden,

Wenn euch was trifft, das nicht zu ändern ist.

Die Klugheit räth, sich in die Welt zu schicken,

Und Aug' und Ohr bisweilen zuzudrücken.

9.

Und hiermit sey denn mein Prolog geendet.

Gott Lob und Dank, daß wir doch so weit sind!Raunt Mancher schon. Wenn sich sein Ton nicht wendet,So leiert er sein Mährchcn in den Wind."

Geduld! Es ist dem Ariost entwendet.