Ich blick' in's Alterthum hinauf, doch trüb' er-scheint cs Ossians Blick, wie Mondenglanz, zurück ge-worfen vom fernen See» Hier steigen die rochenStrahlen des Kriegs. Dort wohnt im Stillen ein fei-ges Geschlecht! Es bezeichnet die Jahre mit Thatennicht. In Trägheit schleicht's dahin. Gefellinn derSchilde! die du den sinkenden Geist erhebst! Steigeherab von der Wand, o Harfe von Kona, mit deinendrei Stimmen! Komm mit jener, die das Vergangnebelebt! Rühr' empor die alten Gestalten über ihrerdunkelgrauen Zeit!
U-Thorno, Gebirge des Sturms! Ich erblick' andir mein Geschlecht. Fingal neigt sich bei Nacht überDuth-Marunos Grab. Um ihn sind die Tritte derHelden, der Jäger der Eber. An Turthors Stromeliegt Lochlins Heer in Schatten vertieft. Die zornigenKönige standen auf zwei Hügeln, und blickten überihre gewölbten Schilde. Sie schauten hinauf nach denSternen der Nacht, roth wandernd gegen Westen.Kruth-Loda neigt sich herab, wie ein Meteor in denWolken ohne Gestalt. Er läßt die Stürme los, undbezeichnet sie mit Flammen. Starno sah den Sieg desKönigs von Morven voraus.
Zwei Mal schlug er den Baum in Zorn. Er rauschtenach seinem Sohne hin. Er summste trotzig sein Liedund hörte den Wind in seinem Haar. Sie standenvon einander gekehrt, wie zwei Eichen, von zwei ver-schiedenen Stürmen gekrümmt. Jede hangt über ihrenlauten Bach, und schüttelt ihr Gezweig im Zuge desSturms.