„Annir, sprach Starno vom Seereich, war vorAlters ein verzehrendes Feuer. Aus seinen Augen schoßer Tod das Gefilde der Schlacht entlang. Verderbender Menschen war ihm Lust. Blut war ihm, wie einSommerbach, der Wonne strömt in's welkende Thalvom moosigen Felsen herab. Er begab sich zu Luth-Kormos See, entgegen dem schlanken Korman-Trunar,dem Helden von Urlors Strömen, dem Schweber aufdem Fittich der Schlacht.
Zu Gormals Flur kam Urlors Fürst auf dunkel-busigen Schiffen. Er sah die Tochter Annirs, dieschwanenarmige Foina-Bragal. Er sah sie. Auch rollt'ihr Auge nicht unbesorgt auf den Reiter der stürmendenWogen. Sie entfloh nach seinem Schiff in der Nacht,wie ein Mondstrahl durch ein nächtliches Thal.Annir berief die Winde der Luft, und verfolgte sie durchdas Meer. Der König war nicht allein. Starno warsein Gefährte. Wie U-Thornos junger Aar, wandt' ichnach meinem Vater den Blick.
Wir rauschten dem brüllenden Urlor zu. Der schlankeKorman-Trunar kam mit seinem Volk. Wir fochten,und wurden besiegt. Mein Vater stand in seinem
Grimm. Er schälte die jungen Bäume mit seinemSchwert. Roth funkelten seine Augen vor Wuth. Ichmerkte des Königs Sinn, und entfernte mich bei Nacht.Vom Felde nahm ich einen zerbrochenen Helm, undeinen Schild, von der Lanze durchbohrt. Spitzlos warder Speer in meiner Hand. Ich ging, und suchteden Feind.
Am Felsen bei brennender Eiche saß der schlanke