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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Denn war er nicht jung und hold, wie der sinkendenSonne Strahl?"

Ullin sah des Mädchens Zähre, und nahm die sanfterbebende Harfe. Lieblich war sein Lied; doch traurig.Ganz Karrik-Thura schwieg umher.

Der Herbst umschwärzt das Gebirge; der Nebelgrauet die Hügel. Die Heide durchheult der Wirbel-wind. Schwarz rollt der Bach durch's enge Thal.Ein Baum dort einsam auf der Höhe bezeichnet Kon-nals Ruhestatt. Im Winde kreiset das Laub umher,und bestreut des Erschlagenen Grab. Zu Zeiten erschei-nen hier die Geister der Tobten, wann sinnig der Jä-ger allein langsam über die Heide schleicht.

Wer erreicht, o Konnal, den Urquell deines Ge-schlechts? Wer nennet deine Väter alle? Dein Ge-schlecht wuchs aus, wie die Eiche des Gebirgs, die ihrluftiges Haupt dem Sturm entgegen hebt. Nun aberist sie entwurzelt! Wer füllet nun Konnals Platz?Hier war das Waffengeklirr, und hier des SterbendenRöcheln. Wie triefen die Schlachten Fingals vonBlut! O Konnal, hier fielest du! Wie der Sturmwar dein Arm; dein Schwert, wie Gewitterstrahl.Du erhubst dich, wie vom Thal ein Fels. Wie dieEsse glühte dein Blick; und lauter, als Sturm, wardein Ruf in den Schlachten deines Stahls. Die Star-ken erlegte dein Schwert, wie Disteln der Steckendes Knaben. Dargo, der Starke, kam an, finsterin seiner Wuth. Ihm krampfte der Zorn die Augen-braunen zusammen. Zwei Felsenhöhlen glich seinAugenpaar. Hoch blitzten die Schwerter empor in