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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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der Kraft seines Stahls. Zusammen klirrten die tät-lichen Lanzen. Dann blitzten hoch die Schwerter em-por. Fingals Schwert fuhr herab, und zerspellte Fro-thals Schild. Entblößt ward seine schöne Seite. Halbgekrümmt, erwartet er seinen Tod. Nacht umzogdie Seele Uthas. Die Zähr' entstürzt' ihren Wangen.Sie sprang den Helden zu decken mit ihrem Schildherbei. Ein liegender Eichbaum hemmt' ihren Lauf.Sie fiel auf ihren Arm von Schnee. Weit stobenSchild und Helm von ihr ab. Und sieh, entblößtwallt' ihre weiße Brust; ihr dunkelbraunes Haar lagzerstreut auf dem Boden umher.

Fingal erbarmte sich des Mädchens mit den wei-ßen Armen, und hielt an das erhobene Schwert. DieThrane stand in seinem Auge, als voran sie neigender sprach:König des strömigen Sora, fürchte nichtFingals Schwert! Noch nie befleckt' cs das Blut desBesiegten, und nie durchbohrt' cs den liegenden Feind.Jauchze an den heimischen Strömen dein Volk! Froh-locken die Mädchen deiner Liebe! Solltest also du fal-len in deiner Jugend schon, du König des strömigenSora?" Frothal hörte Fingals Worte, und sahdas empor sich raffende Mädchen. Schweigend stan-den Beide *) jetzt in ihrer Schönheit da; wie zweijunge Bäume der Aue, wenn ihr Laub von Frühlings-regen trieft, und der laute Sturm nun schweigt.

Tochter Hermans, erseufzte Frothal, kamst duvon Toras Strömen, kamst du in deiner Schönheit

°) Frothal und Utha.