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3 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 2
Entstehung
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Rohr, noch hör' ich den Felsenborn. Weit weg, Vin-vela, weit geh' ich zu Fingals Kriegen weg. Mirfolgen nun meine Hunde nicht mehr; ich betrete nichtmehr dos Gebirge; erblicke nicht mehr dich von obenherab, hold wandelnd am Strome des Thals, hellglän-zend, wie der Bogen der Lust, und auf westlicher Wogeder Mond.

Vinvela.

So bist du denn fort, mein Schilrik! Und ver-lassest mich aus dem Gebirge allein! Der Hirsch er-scheint auf der Höhe, und graset furchtlos umher. Ihnschreckt nun weder der Wind, noch das rasselnde Laub.Der Jäger ist fern von hier; im Gefilde der Gräberfern! Fremde! Söhne der Wogen! Ach, schont mirden lieblichen Schilrik!

Schilrik.

Wenn in der Schlacht ich fallen muß, so erhebe, oVinvela, hoch mein Grab! Graue Steine bezeichnenmich und ein Hügel von Erde der Zukunft! Sitzt dannan dem Haufen der Jäger einst, und genießt sein Mit-tagmahl, so spricht er:Hier ruht ein Held!" undbelebt meines Namens Ruhm. Gedenke mein, Vin-vela, wann tief ich ruhe in der Gruft!

Vinvela.

Ja, ich gedenke dein! Ach! Fallen wird meinSchilrik! Was, o Geliebter, fang' ich an, wann duaus ewig dahin bist! Um Mittag irr' ich durch diesesGebirge; durchirre die stumme Heide. Da betracht' ichdeinen Ruheplatz, wann von der Jagd du kamst. Ach!Fallen wird mein Schilrik! Ich aber gedenke sein.