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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
Seite
507
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nicht fände, was er suchte, seine unglückliche Fahrtnach Ephesus zu richten. Denn seine Aeltern und alleEphesier waren vermuthlich schon langst äußerst beküm-mert um ihn gewesen, da weder Bote, noch Briefeinlicfen. Ueberall hatten sie schon hingesandt, um nach-zuforschen, und da sie nichts erfahren können, so hattenKummer, Alter, und sie selbst das Ende ihrer Tagebeschleunigt.

Unterdessen war zu Zkanthus der Herr des Leukonund der Rhode, der Gefährten Anthiens und desAbrokomas, gestorben, und hatte ihnen eine reicheErbschaft hinterlassen, weßhalb diese nach Ephesus zu-rück zu kehren beschlossen. Denn sie glaubten ihreGebieter wären schon längst wohlbehalten zu Hause,indem sie, ihrer Meinung nach, bereits Ungemach ge-nug in der Fremde ausgestanden hätten. Sie ludendemnach alle das Ihrige auf ein Schiff, und tratendie Reise nach Ephesus an. Nach einer Fahrt vonwenigen Tagen landeten sie zu Rhodus, wo sie er-fuhren, daß Abrokomas und Anthia noch keineswegesin Sicherheit, ihre Aeltern aber verschieden wären.Daher beschlossen sie, nicht nach Ephesus zu gehen,sondern noch eine Zeit lang hier zu verweilen, umetwas von ihren Gebietern auszuforschen.

Der Hurenwicth, welcher Anthien gekauft hatte,wollte sie wider alle Gewalt vor der Hurenbude feilstellen, und zog ihr daher allerlei Schmuck und schöneKleider an. Sie aber weinte und wimmerte laut:Oweh, über allen Jammer! War ich durch die Bande,