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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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er nicht wenige hatte, und verließ Aethiopien. SeinZug ging nach Aegypten und Alexandrien; denn erhatte sein Auge wieder auf Phönicien und Syrien ge-richtet. Anthia, glaubt' er, wäre längst gestorben.Aber Amphinomus, der sie in ihrer Höhle bewachte,war so verliebt in das Mädchen, daß es ihm unmög-lich war, sich von ihr los zu reisten. Seine Zärtlich-keit und die seiner Geliebten drohende Gefahr verhin-derten ihn, dem Hippothous nachzufolgen. Daherverbarg er sich heimlich nebst vielen Andern in einerHöhle, wohin er allerlei Lebensunterhalt zusammengetragen hatte, Hippothous langte mit einbrechenderNacht unweit eines Aegyptischen Dorfes, Namens Aria,an, welches er auszuplündern vorhatte. Amphinomusriß indessen die Grube auf, und zog Anthien heraus,und sprach ihr guten Muth ein. Sie gber, immernoch furchtsam und argwöhnisch, beschwur ihn bei derSonn' und allen Aegyptischen Göttern, daß er sie keuschund unbefleckt lassen, und zu keiner Verbindung zwin-gen wollte, bis sie sich ihm freiwillig ergäbe. Anthiatraute den Schwüren des Amphinomus, und folgt'ihm.Die Hunde wichen ihr nicht von der Seite, denn ihrbisheriger Umgang machte, daß sie ihr vertraulich zuge-than blieben. Sie begaben sich nach Koptus, und be-schlossen, hier einige Tage zu verweilen, bis das Heerdes Hippothous weiter fortgerückt wäre.

Dieser griff bald darauf den Flecken Aria an, töd-tete viele Einwohner, und zündete ihre Häuser an.Von da wählt' er, statt des Landmarsches, die Fahrtauf dem Nilstrom herunter, und ließ zu dem Ende