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schützen, und beim Leben erholten möchte. Daher nahmer jeden Tag ein Stück von dem Holze, welches überder Grube lag, hinweg, reichte Brot und Wasser hin-unter, und tröstete Anthien in der Grube. Als dieHunde Nahrung empfingen, fügten sie ihr nicht dasgeringste Leid zu, sondern wurden ganz vertraulichund zahm. Anthia aber hatte über sich und ihr ge-genwärtiges Schicksal ihre kummervollen Betrachtun-gen! „O wehe, brach sie aus, über alle meine Un-glück! Welche Rache übet man an mir aus! —In eine Grube nebst Hunden eingeschloffen! — dieaber viel leutseliger, als jene Räuber sind. Doch ichdulde deinethalben, mein Geliebter! Denn auch dulittest einst eben so viel für mich, und ich verließdich zu Tyrus in den Ketten. Alles dies Leiden acht'ich für nichts, wenn du nur noch lebest; denn als-dann werden wir uns vielleicht wieder umarmen. Bistdu aber schon dahin, — ach! so spar' ich umsonstdieses Leben auf, und umsonst erbarmt sich dieserWächter, wer er auch seyn mag, einer Unglücklichen."So klagte sie, hörte gar nicht auch zu weinen, undsaß immer sofort bei ihren Hunden. Amphinomus abersprach ihr stets Trost hinunter, und besänftigte dieHunde durch Speise.
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