war unmöglich. Denn erstlich war nicht leicht herauszu kommen, und dann hatte sie keinen Wegweiser.Daher beschloß sie, darin zu bleiben, und Alles zu er-dulden, was das Schicksal über sie verhängt hätte.Mit solchen Gedanken brachte sie die ganze Nacht schlaf-los hin. Mit Anbruch des Tages kam Hippothousnebst den Seinigen zurück, erblickte den ermordetenAnchialus, und Anthien neben seinem Leichnam. Mancrrieth sogleich, was geschehen wäre, und erfuhr beiweiterer Nachfrage Alles. Die Räuber, welche überdiese That nicht wenig ergrimmten, und ihren ermor-deten Freund gerächt wissen wollten, sannen hin undher auf die grausamste Strafe. Der Eine riech, mansollte sie umbringen, und neben den Körper des An-chialus begraben; der Andere, man sollte sie kreuzigen.Hippothous aber, welchem Anchialus vornähmlich naheging, ersann noch eine härtere Strafe für Anthien.Denn er befahl, eine tiefe Grube zu graben, undAnthien nebst zwei großen Hunden hinein zu werfen,auf daß diese Verwegene darin den grausamsten Todstürbe. Diesem zu Folge wurde Anthia, nebst einigengroßen Aegyptischen Hunden von fürchterlichem Ansehen,zur Grube gebracht, über welche man schwere Balkenlegte, und oben Schutt darüber her warf. Die Grubewar nicht fern vom Nil, und einer von den Räubern,mit Namen Amphinomus, wurde zum Wächter dabeigestellet. Dieser Amphinomus aber, der ebenfalls schonlängst von Anthiens Schönheit bezaubert war, unddaher ihre Strafe auf das mitleidigste zu Herzennahm, dachte nach, wie er sie vor der Wuth der Hunde
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten