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daselbst entsprossen. Du hast vermuthlich gehöret, wieberühmt Perinthus ist, und was für reiche Bürgercs habe? Als ich noch Jüngling war, liebt' ich daselbsteinen schönen Knaben, aus eben der Stadt, mit Na-men Hyperanthes. Ich verliebte mich zuerst in ihn,als ich ihn im Gymnasium ringen sah, und wußteseitdem vor Liebe mich nicht zu lassen. Als nun ein-mal das Fest dieser Gegend gefeiert wurde, so gingich um die Nachtwache zum Hyperanthes, und bat ihn,daß er Mitleiden mit mir haben möchte. Ich mochteden Knaben dauern, daher versprach er mir Alles.Die ersten Annäherungen der Liebe waren Küsse, Um-armungen und Thränen von meiner Seite. Endlich,als sich's fügte, ergriffen wir die Gelegenheit, alleinmit einander zu seyn, welches ohne Argwohn geschah,da wir Beide noch zarten Alters waren. So liebtenwir uns geraume Zeit aus das zärtlichste, bis es unseine grausame Gottheit nicht mehr gönnte. Es kamnämlich von Byzanz, denn das liegt nicht weit vonPerinthus, ein Mann, der dort sehr viel galt, undwegen seiner Reichthümer und Schätze erstaunlich hoch-mütig war. Aristomachus hieß der böse widerwärtigeMann. Kaum hatt' er den Fuß in Perinthus gesetzt,und den Hyperanthes bei mir gesehen, als er sichschon von der bewundernswürdigen Schönheit des Kna-ben, die wohl fähig gewesen wäre, einen Jeden zuberücken, ganz einnehmen und bezaubern ließ. Da ernun ganz unmäßig verliebt war, so sucht' er sogleichden Knaben an sich zu locken. Doch dieses gelang ihmnicht, weil der Knabe, mir zu Gefallen, zu Nieman-