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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Gemahlinn, Gebieterinn und Kind seyn sollte. An-fangs that sie zwar Widerstand, als sie aber nichtsmehr wußte, was sie seinem heftigen und wiederholtenAnliegen entgegen setzen sollte, und noch etwas Här-teres befürchtete, versprach sie ihm die Ehe, bat ihnaber, nur noch eine kleine Zeit, nämlich noch dreißigLage zu verziehen, und sie unterdessen nicht zu be-rühren. Dieses war zwar lauter Verstellung, inzwi-schen gehorchte doch Perilaus, und schwur ihr, sierein und unangetastet zu lassen, bis diese Zeit vorüberwäre.

So blieb nun Anthia zu Tarsus beim Perilaus,und ließ ihn auf die Hochzeit warten. Abrokomasaber, der auf seiner Reise nach Cilicien sich von demrechten Wege verirrt hatte, begegnete, unweit derRäuberhöhle, dem bewaffneten Hippothous. Dieserlies ihm entgegen, so bald er ihn erblickte, grüßt' ihnfreundlich, und bat ihn, sein Reisegefährte zu werden.Denn ich sehe, Jüngling, sagt' er, wer du auch

seyn magst, daß du nicht nur schön, sondern auchstreitbar bist, deine Streiferei aber eben nicht die besteseyn mag. Laß uns also aus Cilicien heraus nachKappadocien, und von da nach Pontus gehen, wosehr reiche Leute wohnen sollen." Abrokomas sagte

nicht, daß er Anthien aufsuchte, und gab dem Anlie-gen des Hippothous nach. Drauf schwuren sie sich,

einander wechselweise zu dienen und beizustehen.

Nunmehr hoffte Abrokomas, wenn er weiter herumschweifte, Anthien eher zu finden. Diesen Tag aberhielten sie sich noch in der Höhle auf. Darauf nahmen