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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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er bekäme. Anthia indessen warf sich zu den Füßen desApsyrtus, und bat für den Ahrokomas. Er abersprach: Deinethalben soll er desto ärger gegeißelt

werden, weil er dich, sein Weib, beleidigt, und eineAndere geliebt hat." Darauf ließ er ihn in Kettenlegen, und in einen finstern Kerker schließen.

Als er nun gefesselt und eingesperrt da lag, über-wältigt' ihn die schrecklichste Verzweiflung, besonders,daß er Anthien nicht mehr zu sehen bekam. Er suchtedaher aus vielerlei Art seinen Tod, den er aber nichtfand, weil viele Wächter auf ihn Acht hatten. In-zwischen macht' Apsyrtus seiner Tochter die Hochzeit,und diese Feier dauerte viele Tage. Anthia aber, dieganz Schmerz war, bewegte die Wächter zu Mitleid,und gelangte heimlich zum Abrokomas in's Gefängniß,wo Beide ihr Elend beweinten. Als nun die Abreisenach Syrien angestellt war, entließ Apsyrtus seineTochter mit großen Geschenken. Er gab ihr Babylo-nische Kleider und Gold und Silber in Menge; auchschenkt' er ihr Anthien, Rhoden und den Leukon. AlsAnthia dieses erfuhr, und daß sie mit Manto nachSyrien reisen sollte, ging sie, so bald sie konnte, in'sGefängniß, und umarmte ihren Abrokomas, undsprach:Ach, mein Geliebter, Manto hat mich zumGeschenk bekommen, und meine Nebenbuhlerin» nimmtmich nun mit nach Spricn. Du aber bleibst in die-sen Banden zurück, und endigest hier dein traurigesLeben, wo Niemand deiner mehr pflegen wird. Aberich schwöre dir bei unserm gemeinschaftlichen Schutz-gotte, ich will dein bleiben, ich mag nun leben oder