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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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leicht einem Mädchen nicht an, aber immer einer Ver-liebten, der es die Noch ablocket. Ich bitte dich, ver-schmähe nicht ein Mädchen, das sich so sehr in deineReize verliebt hat. Wenn du dich mir ergiebst, sowill ich meinen Vater Apsyrtus bereden, daß er michmit dir vermähle. Dein jetziges Weib wollen wirdann aus dem Wege schaffen. Du wirst reich undglücklich seyn. Wenn du aber widerstrebest, so be-denke, was du erfahren wirst, wenn ein verschmähtesMädchen sich an dir rächet. Auch deinen Gefährten,die dich zu diesem Uebermuthe verführen, wird's dannnicht bester ergehen."

Diesen Brief gab sie versiegelt einer LyrischenMagd, und befahl, ihn dem Abrokomas zu überbrin-gen. Diesen verdroß jedes Wort darin, am meistenaber erbittert' ihn das, was Anthien betraf. Er be-hielt diesen Brief, und schrieb durch die Magd eineAntwort folgenden Inhalts zurück:Thue, was dir

gefällt, meine Gebieterinn, verfahre mit mir, wie miteinem Sclaven. Willst du mich umbringen? Hierbin ich! Willst du mich martern? Martere mich nachdeinem Gefallen! Aber in dein Bett komm' ich dirnimmermehr. Hoffe daher nie auf einen solchen Be-fehl von mir Gehorsam." Als Manko diesen Briefempfing, gerieth sie in die äußerste Wuth. Neid, Ei-fersucht, Kummer und Furcht empörten sich in ihr, undihr einziger Gedanke war Rach' an diesem Verächter.

Indessen kam Apsyrtus aus Syrien zurück, undbrachte von dort seiner Tochter einen Bräutigam mit,der Möris hieß. Kaum war er da, so führte Manko