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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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Nein! so verlang' ich das Leben nicht mehr; die Sonnewill ich nicht mehr schauen, wenn ich geschändet werde.Es ist beschlossen. Laß uns sterben, mein Geliebter!Im Elysium werden wir uns einander gewiß ruhigerbesitzen." So waren ihre Gesinnungen, so ihr Entschluß.

Indessen glaubt' Apsyrtus, der Vorgesetzte derRäuberei, daß Korymbus mit den Seinigen nun ange-langt wäre, und kam selbst herbei, in der Vermuthung,daß derselbe herrliche Beute mitgebracht haben würde.Als er nun den Abrokomas und Anthien erblickte, er-staunt' er nicht wenig über ihre Schönheit, und batsich dieselben allein aus, weil er von diesen den bestenGewinn zu ziehen hoffte. Das andere Gut aber, Geldund Sachen, nebst den übrigen Mädchen, theilt' erunter den Korymbus und seine Leute aus. Ungern,und so gut, als gezwungen, überließen Euxinus undKorymbus dem Apsyrtus ihre Geliebten; daher aberverließen sie auch seine Dienste. Apsyrtus nahm denAbrokomas und Anthien, nebst zwei Bedienten vonihnen, dem Leukon und der Rhode, und führte sie abgen Tyrus. Es war in der That ein sehcnswürdigerAufzug. Jedermann bewundert' ihre Schönheit, unddiese Barbaren, die noch nie so viel Reize gesehen,hielten sie für Götter, und priesen den Apsyrtus glück-selig, daß er solche Sclaven besäße. Als er mit ihnenin seinem Hause ankam, übergab er sie einem ge-treuen Diener, und befahl ihm ihre Pflege. Denner dachte nichts Geringes für sie zu lösen, wenn ersie nur einiger Maßen nach ihrem Werthe losschlagenkönnte.