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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
Entstehung
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zu werden. Dem Abrokomas träumte, er säh' einWeib, fürchterlich, und größer, als andere Sterb-liche, in einem blutrothen Gewände. Diese geriethan das Schiff, und verbrannt' es, wobei das ganzeSchiffsvolk zu Grunde ging. Er nur allein, nebstAnthien, entschwamm noch zuletzt dem Untergänge.Erschrocken fuhr er aus diesem fürchterlichen Traumeauf, welcher bald wahr wurde.

Von ungefähr kreuzte daselbst ein großes Phöni-cisches Raubschiff mit drei Ruderbänken. Es schien,als ob es Ladung hätte, und zwar sowohl zahlreich,als tapfer besetzt. Die Räuber hatten erfahren, daßunser Schiff voll Gold und Silber, Sclaven und vie-ler andern Sachen von Werth wäre. Daher beschlos-sen sie, anzugreifen, den Widerstand niederzumachen,und die Uebrigen, die sie des Kampfes unwürdig schätz-ten, sammt der Beute nach Phönicien zum Verkaufabzuführen. Der Anführer der Seeräuber hieß Ko-rymbus, ein hochgewachsener Jüngling, mit wildenAugen und langen verworrenen Haaren. So baldihr Entschluß gefaßt war, näherten sie sich allmählichdem Schiffe des Abrokomas. Endlich, um die Mit-tagsstunde, da Einige in trägem Schlafe, Andereaber mit geschwächtem Magen danieder lagen, schoßKorymbus schnell mit seinem Schiffe herbei. Zählingsprangen die Räuber, mit bloßen Schwertern in denHänden, herüber. Einige stürzten sich erschrocken in'sMeer, und kamen um; Andere aber, die zu widerste-hen wagten, wurden nieder gehauen. Abrokomas undAnthia liefen dem Korymbus entgegen, fielen nieder,