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Auch Abrokomas betrat das Gestade, Anthien amArme. Alle Rhodier liefen herbei, bewunderten dieSchönheit dieses jungen Paares, und Keiner konntesich des lauten Ausrufs enthalten, wenn er sie ansah,oder vorüber ging. Einige sagten, es wären Götterangelanget; Andere beteten sie an, und suchten ihreHuld zu erwerben. Bald erschollen die Namen An-thia und Abrokomas durch die ganze Stadt. Ihnenzu Ehren wurden öffentliche Gebete und eine Mengevon Opfern angestellet, und man beging den Tag ihrerAnkunft nicht anders, als einen Festtag. Sie aberbesahen die ganze Stadt, und hingen eine güldeneRüstung im Sonnentempel auf, worüber sie dieseUeberschrift zum Gedächtnisse setzten:
Zwei Fremde weihen diese Rüstung dir,
Abrokomas und Anthia von Ephesus.
Nachdem sie sich noch einige Tage auf der Inselverweilet, und die Schiffsleute indessen mit frischemBorrathe sich versehen, setzten sie ihre Reise wei-ter fort. Alle Einwohner von Rhodus begleitetensie an's Schiff. Ein glücklicher Wind blies, als sieausliesen, und sie hatten eine recht vergnügte Fahrt.Diesen Tag und die folgende Nacht durchschifften siedas so genannte Aegyptische Meer. Tages darauflegte sich der Wind; es entstand eine Stille; die Fahrtging sehr langsam; das Schiffsvolk wurde sorglos undträge, und stellte allerlei Gelage an, wobei man sichwacker betrank. Hier begann die Weißagung erfüllt
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