und umschlangen die Kniee des Räubers. „Herr, spra-chen sie, unsere Güter und uns selbst nimm hin, undmach' uns zu Sclaven, nur schon' unser Leben, undtödte nicht die, so sich dir freiwillig unterthan geben.Bei diesem Meer und bei deiner Rechten flehen wirhierum dich an. Führ' uns weg, wohin du willst,und verkauf' uns, wie deine Sclaven. Eine Huldaber gewähr' uns nur, überlaß uns Beide EinemHerrn." Korymbus hörte sie an, und gebot den Wür-gern, ihrer zu schonen. Die kostbarsten' Sachen vonder Ladung, nebst Anthien und dem Abrokomas, be-gleichen einigen wenigen Sclaven, nahm er mit sich.Dann zündet er das Schiff an, und alle klebrigenmußten verbrennen, weil er's für unsicher und un-möglich hielt, sie Alle mit zu nehmen. Es war einerbärmlicher Anblick, wie Diese in dem Raubschiffedavon geführt wurden, und Jene ihnen aus den Flam-men nachriefen: „Wo werdet ihr hingeschleppt, ihr
Gebieter? Welches fremde Land, welche unbekannteStadt wird euch aufnehmen?" Diese versetzten: „Oglückselig seyd ihr, daß es euch zu sterben gelinget,ehe ihr Banden getragen, und Sklaverei unter Räu-bern erfahren!" So riefen sie; und Diese wurdenweggesühret, Jene aber verbrannten. Nur der alteHofmeister des Abrokomas, ehrwürdig von Ansehen,und seines Alters wegen mitleidswerth, der's nicht er-tragen konnte, daß man ihm seinen Abrokomas ent-riß, sprang in die Wellen, und schwamm dem Raub-schiffe nach. „Wohin, rief er, wohin, mein Sohn,entfernest du dich? In welchen Umstanden, Abrokomas,