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2 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 1
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zug zu behaupten? Soll und muß mich denn einGott, der weiter nichts, als den Namen hat, über-winden? Schön ist zwar das Mädchen;... aber wasdenn nun weiter? . . . Auch noch unverlobt ist dasschöne Mädchen . . . Weg, Abrokomas, weg mit sol-chen Gedanken! Amor soll und soll dein Oberherr nichtwerden." So rief er; aber der Gott setzte ihm nurimmer heftiger mit Qualen zu, je mehr er wider-strebte. Endlich, da er nicht mehr aushalten konnte,warf er sich zur Erde und schrie:Du hast überwun-den, o Amor, und dir stolze Trophäen über denspröden Abrokomas erstritten! Siehe, hier liegt deinGedemüthigter im Staube! O schone, schone! Ich er-gebe mich dir, du Herrscher aller Sterblichen! Ver-wirf nicht mein Flehen, und räche meinen Frevelnicht zu hart! Ich kannte dich noch nicht, als ich michüber dich erhob. O Amor, schenke mir diese Anthia,und kehre deinen gerechten Zorn gegen den Widerspän-stigen nunmehr in Huld gegen den flehenden Besieg-ten!" Also fleht' er; aber Amor hörte deswegen nochlange nicht auf zu zürnen, sondern gedachte, nocherst viel härter jene Verachtung an ihm zu rächen.

Anthia war indessen nicht minder übel daran. Ih-ren Schlummer störten unerträgliche Qualen, die siedennoch vor den Anwesenden verhehlen mußte.Ach,ich Arme! seufzte sie in ihrem Innersten, was ist mirwiderfahren? Ist es Liebe, was ich fühle? Ist esmöglich, daß sie in ein so junges Herz, wie das mci-nige, schon ihre Schmerzen sendet? Nicht anders!Ich brenne für den Abrokomas, den schönsten, aber