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gefeiert. Sieben Stadien sind von der Stadt bis anihren Tempel. Alle Mädchen des Landes mußten inihrem köstlichsten Schmucke einen feierlichen Aufzugdorthin machen, und so auch die Jünglinge, die Ei-nes Alters mit dem Abrokomas waren. Abroko-mas, der damals sechzehn Jahre zahlte, und indas Jünglingsalter trat, führte den Zug der Letztenan. Eine große Menge Einheimischer und Fremdersahen das Schauspiel mit an, denn man pflegte bei die-ser Feier den Mädchen Bräutigame und den Jünglin-gen Bräute: auszusuchen. Der Zug ging nach dieserOrdnung: Zuerst kamen Opfer, dann Fackeln, dannKörbe und Räucherwerk; zuletzt aber Pferde, Hundeund Geräthe zur Jagd, auch Einiges zum Kriege, dasMeiste aber doch zum Frieden. Jedes Mädchen hattesich gleichsam für seinen künftigen Bräutigam geschmückt.Den Zug der Mädchen führte Anthia, Megamedes undEvippens Tochter, ebenfalls aus Ephesus, an. Anthia,damals vierzehn Jahr alt, war ein wunderschönes Mäd-chen und übcrtraf alle ihre Gespielinnen. Gegenwärtigerhöhte der Schmuck der Kunst noch ihre natürliche An-muth. Blondes Haar, verloren geflochten und sanft her-unter wallend, zerwehte die Lüfte. In ihrem lebendigenAuge hatten sich Scherz und Ernst verschwistert, undihr die Miene des gefälligen und doch sittsamen Mäd-chens gegeben. Ihr aufgeschürztes Purpurgewand, mitzartem Rauchwerk überall verbrämt, entdeckte die schön-sten Arme und Schenkel. Von ihrer Schulter hingenKöcher und Bogen, die Hand führte den Jagdspieß,und hinten nach folgten ihr Hunde. Ost beteten die