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Frag ment.
Aber die Königinn, längst zerrissen von innigemAufruhr,
Blutet' an Wunden des Herzens und kocht' in heim-licher Flamme.
Immer rauschte der Ruhm des Helden, und immerder Adel
Seines Geschlechts ihr noch dem Seelenauge vorüber.
Tief im Busen und fest behafteten Wort und Geberde. 5
Vor dem Getümmel entwich die labende Ruhe denGliedern.
Als am nächsten Morgen Apollons röthliche Schwester
Mit erhobener Fackel die Erdengefilde beleuchtet,
Und die duftigen Nebel der Nacht vom Himmel vertrieben.
Wandte die Leidende so sich zu ihrer zärtlichen Schwe-ster: IS
Anna, die schrecklichste Nacht Hab' ich in Qualenverwachet!
Schwester, welch ein Gast hat unsere Schwelle betreten!
Welche Gestalt und Geberde! Wie tapferen Geistesund Armes!
Traun! die Sage redt wahr, er stamm' aus göttlichemSamen.
Würde nicht Feigheit sonst die entartete Seele ver-reichen? 15
Welche Gefahren sang er! Und welche bestandenenFehden!
Wäre mir nicht zu fest der Schluß in die Seele gepraget.
Nimmer an einen Gemahl mein Leben wieder zu fesseln.