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Dein Herz aber ist feig, und deine Völker erliegen.Nichts wird das den Troern, daß du aus Lpkia herzogst,Mein' ich, frommen; und warst du ungleich stärker,so sollst du 645
Dennoch, von mir erlegt, des Ais Pforten durchwan-dern.
Aber der Lykier Fürst, Sarpedon, sagte dagegen:Recht, Tlepolemos, Jener verheerte die heilige TroiaFür Laomedons, des Hochstolzirenden, Unsinn,
Welcher für gute Thaten mit bösen Worten ihn ent-fuhr, 650
Und ihm die Rosse nicht gab, weshalb er von fernegekommen.
Doch dir sag' ich: Mord und schwarzes Verderben vonmir soll
Ueber dich kommen, du sollst, von meinem Sperre ge-bändigt,
Ruhm mir gewähren, die Seele dem füllenberühmtenAidoneus.
Also sprach Sarpedon. Tlepolemos aber erhob nun 655Seinen eschenen Speer. Zugleich entflogen die langenLanzen Beider Händen. Und siehe, die Mitte desNackens
Traf Sarpedon; cs fuhr hindurch die schmerzliche Spitze,Und das Dunkel der Nacht bedeckte Tlepolemos Augen.Aber auch dieser hatte den langen Speer in den linken 660Schenkel Sarpedons gejagt. Zwar fuhr die wüthendeSpitze
Bis in den Knochen hinein; doch wandte sein Vaterden Tod ab.