303
Schämt ihr euch nicht, ihr schändlichen Griechen,ihr Ziele für Pfeile?
Ha! was steht ihr nun so betäubt, wie die Jungender Hindinn,
Welche von ihrem Lauf durch weite Fluren ermüdet,Ihrer ganzen Kraft von außen und innen beraubtstchn! 245
Also stehet auch ihr erstarrend da, und kämpft nicht.Wollet ihr etwa erst näher und da die Troer erwarten,Wo an's Ufer des schäumenden Meeres die Schiffegerückt stehn,
Um zu erfahren, ob euch die Hand Kronions beschütze?
Also ging er die Reihen der Männer, als waltenderFeldherr, 250
Schaar bei Schaar hindurch, und kam zu den Völkernvon Kreta.
Diese rüsteten sich um ihren kciegrischcn König,Jdomeneus. Er stand voran in der Stärke des Ebers.Meriones entflammte die hintersten Glieder zum Streite,Freudig blickt' auf sie Agamemnon, der Völkerbe-herrscher, 255
Und sprach hurtig zu Jdomeneus mit schmeichelndenWorten:
Jdomeneus, dich ehr' ich vor allen Wagenbctrauten,Nicht im Krieg allein, noch wann es anders wo Thatgilt,
Sondern auch am Fest im Kreis' Achaiischcr Fürsten,Wann der feurige Wein der Ehren im Kumpe ge-mischt wird. 260
Alsdann trinken die übrigen haumptumlockten Achaier